Forst / Holz

Revierförster Roger Sauser
Forstpräsident Dieter Jermann
 
Unser Forst umfasst eine Fläche von rund 450 ha Wald. Diese teilen sich auf in Nutzwald (294 ha), Schutzwald (120 ha) Naturschutz (21ha) und Erholung (15 ha).
 
Im Forst nutzen wir rund 4500 m3 Holz jährlich. Die Holznutzung hat sich in den letzten 80 Jahren nahezu verdoppelt. Die Nutzung entspricht dem jährlichen Zuwachs von ca. 10 m3 pro ha. Dieser Wert weist in der Schweiz auf ertragsreiche Böden hin. Die Hauptbaumart ist die Buche mit einem Anteil von ca. 40%, gefolgt von den Nadelhölzern.
 
Der Schutzwald schützt Bahn, Birs und Strasse von Naturgefahren wie Steinschlag, Windwurf, Schneebruch  und Murgängen. Entlang der Kantonsstrassen und entlang der Bahnlinie SBB verläuft ein angepasster Sicherheitsstreifen. In diesem Streifen stocken keine unstabilen oder schräg hängenden Bäume.
 
Im Rahmen des Naturschutzes werden mehrere kleinere Gebiete im Sinne von Lebensraumaufwertung und Förderung seltener Tier- und Pflanzenarten gepflegt. Die Bekämpfung von Neophyten (Landesfremde Pflanzen) ist in diesen Gebieten eine immer wiederkehrende Aufgabe. Im Forst befinden sich einzelne, schützenswerte Bäume. Darunter ein Ahorn (1,03m), eine Föhre (1,00m) und eine Eiche mit 1.45m Durchmesser, jeweils gemessen 1.3m ab Boden, oben am Baum gemessen.
 
Ein Grossteil des Waldes auf der Südseite (Richtung Stürmen) befindet sich im Grundwasserschutzgebiet und trägt dadurch einen nachhaltigen Beitrag zur Gewährleistung der Trinkwasserqualität für Laufen. Im Forstbetrieb sind dadurch entsprechende Vorgaben in Bezug auf Waldbau und Nutzung einzuhalten. Die nachfolgende beschriebene Bewirtschaftungsart ist für den Grundwasserschutz besonders förderlich.
 
Die Bewirtschaftungsform des Waldes wird als Dauerwaldbewirtschaftung bezeichnet. Dabei werden Bäume ab einer Dicke von 60 cm geerntet. Durch das dadurch entstehende Loch im Blätterdach und den Lichteinfall wachsen neue Jungbäume heran, die in den Folgejahrzehnten gepflegt werden. Seltene Baumarten werden geschützt und ggf. gefördert. Im Dauerwald finden sich auf der Waldfläche alle Altersgruppen von Bäumen. Ein Gebiet wird etwa alle 7-10 Jahre durchgeforstet. Besondere Herausforderung dabei ist, die Ernte besonders bestandesschonend durchzuführen. Unsere langjährigen Mitarbeitenden leben und richten sich nach Art des Dauerwaldes. Die durch den Holzereibetrieb zwangsläufig entstehenden Wunden sind meist schon nach einem Jahr, bzw. im Folgesommer verheilt und verwachsen. Dadurch sieht unser Wald in vielen Gebieten über Jahre hinweg nahezu gleich aus. Aktuell sind ca. 30% als Dauerwald etabliert, 70'% sind noch in der Überführung. Das tönt nach relativ wenig, ist jedoch eine Stolze Zahl, wenn Sie bedenken, dass es 80-150 Jahre dauert, bis ein Baum sein Erntealter erreicht hat und im Dauerwald ja alle Altersklassen vertreten sein sollen.
 

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